Bau||Kunst

Fotoausstellung des FotoForumForchheim im Pfalzmuseum Forchheim

Die Architektur ist in der immer weiter fortschreitenden Urbanisierung unseres Lebensraumes omnipräsent und wie die deutsche Übersetzung des Wortes „Architektur“ – also „Baukunst“ – bereits ausdrückt, handelt es sich bei dieser selbst um eine Kunstform. Kein Wunder also, dass sich auch andere Kunstrichtungen bereits seit Jahrhunderten und in ebenso zunehmendem Maße mit diesem Sujet befassen.

Die Mitglieder des FotoForumForchheim (FoFoFo) tun dies mit dem Ausdrucksmittel der Fotografie und zeigen in ihrer Ausstellung im August 2019 im Pfalzmuseum Forchheim unterschiedliche künstlerische Interpretationen im Umgang mit diesem Thema – von der Schönheit verlassener und verfallender Bauten, sogenannter „Lost Places“, bis hin zur Abstraktion zeitgenössischer Alltagsarchitektur.

Ihren Meister finden die menschlichen Architekten jedoch in der Natur. Sie bringt Gebilde hervor, die unsere technischen Möglichkeiten bei Weitem überschreiten. So ist es kein Wunder, dass Architekten sich immer wieder von der Natur inspirieren lassen und deshalb findet auch die Welt der Pflanzen ihren Platz in der Ausstellung „Bau||Kunst“.

Eine Ausstellung in der Ausstellung hat den Ort des Geschehens selbst zum Thema. Vier Mitglieder des FotoForumForchheim haben 2018 dem Pfalzmuseum für jeweils einen Tag einen Besuch abgestattet, um ein und denselben Ort aus der jeweils eigenen Sichtweise abzulichten. Neben der Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen dieser Fotoschau war das Ziel dieses Experiments, sich anschließend über die unterschiedlichen Auslegungen auszutauschen

Das FotoForumForchheim wurde im Jahr 2017 mit dem Ziel gegründet, die künstlerische Fotografie im Raum Forchheim zu fördern und als Anlaufstelle für Fotografinnen und Fotografen mit künstlerischen Ambitionen zu dienen. Willkommen sind wissbegierige Einsteiger, begeisterte Fotoamateure und Profis. Vorausgesetzt wird lediglich das Interesse an künstlerischer Fotografie und ein gewisses Maß an Engagementbereitschaft, ohne die eine zielorientierte Gruppe nicht bestehen kann.

Das FoFoFo trifft sich jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat jeweils um 19:00 Uhr in wechselnden Restaurants und Biergärten in Forchheim. Aktuelle Informationen und Änderungen werden auf der Webseite www.fofofo.de bekannt gegeben. Interessenten senden am besten eine E-Mail an info@fofofo.de oder melden sich telefonisch bei Kai Rogler unter 0174-3009589.

Der Eintritt zur Vernissage ist frei. An den anderen Ausstellungstagen gelten die Eintrittspreise des Museums.

 

Die Aussteller im Einzelnen:

Edmund Allertseder lebt in Bamberg und begann 2009 engagiert zu fotografieren. Seine bevorzugten Sujets sind Porträt und Akt, er ist aber auch anderen Themen gegenüber aufgeschlossen, wie z.B. Landschaft und Lost Places.

Andreas Kraitzek hat vor 10 Jahren als Autodidakt mit der Fotografie begonnen und hat seinen Fokus auf die Landschafts- und Porträt-Fotografie gelegt. Geboren im beschaulichen Kemnath in der nördlichen Oberpfalz, kam er 2011 zum Studium der Wirtschaftspädagogik und Englisch nach Bamberg. Seit Mitte 2017 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Uni Bamberg.

Daniel Preußner, geboren 1973 in Bamberg, fotografiert seit 2003 mit den Schwerpunkten Reise, Architektur, Landschaft und Porträt. Er fühlt sich seiner fränkischen Heimat sehr verbunden und ist dennoch immer wieder neugierig, auch andere Regionen der Erde zu erkunden. Er ist langjähriges Mitglied der Lichtwerkstatt Bamberg e.V. und Gründungsmitglied des FotoForumForchheim.
www.dp-dp.de

Kai Rogler wurde 1968 in Rehau geboren. Er begann seinen fotografischen Werdegang Anfang der 1990er Jahre mit Reise- und Landschaftsfotografie. 2007 suchte er eine neue Herausforderung und begann mit der Aktfotografie im Studio. Schnell bemerkte er jedoch, dass die Atmosphäre eines Fotostudios nicht seinem Naturell entspricht und verschmolz seine beiden fotografischen Leidenschaften. Auch wenn ihn die Natur- und Landschaftsfotografie schon aufgrund der meditativen Komponente bei Reisen in einsamen Gegenden nicht loslässt, ist Aktfotografie in Verbindung mit imposanten (meist Natur-)Kulissen – seine sogenannten „Epic Nudes“ – inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden. Kai Rogler ist Initiator und Gründungsmitglied des FotoForumForchheim.
www.kairogler.com

Petra Sitzmann ist gebürtige Forchheimerin. Sie liebt Franken und alles was dazu gehört. Obendrein bereist sie gern ferne Länder. 2015 hat sie das Festhalten verschiedenster Momente des Lebens für sich als Bereicherung entdeckt. Seitdem ist Fotografieren ihr Hobby geworden.
www.facebook.com/petra.si.37

Gisela Steinlein kehrte nach Wohn- und Lebensstationen in der Ruhrmetropole Essen, dann Aufenthalt in Indien und anschließend Kanada, im Jahr 1984 in ihre Heimatstadt Forchheim zurück. Die hautnahen Erfahrungen mit unterschiedlichen Kulturen und Lebensgewohnheiten haben ihren Blick für das Wesentliche geschärft. Dies wird in ihrer fotografischen Arbeit im Bereich der Porträtfotografie zum Ausdruck gebracht. Die Intimität des entscheidenden Augenblicks, dem Klick, der das Innerste des Menschen abbildet, ist magisch und privat. Der Aufgabenstellung Baukunst hat sich Gisela Steinlein mit dem Anspruch genähert, für den Betrachter den Beginn einer Geschichte zu erzählen.

Jürgen Zeitler ist gebürtiger Bamberger und lebt in Stegaurach. Er fotografiert seit seinem 16. Lebensjahr und hat sich auf Porträtfotografie spezialisiert. Seine Lieblingsthemen sind Porträts, Hochzeiten und Streetfotografie
www.fotograf-stegaurach.com